Dekanat Dreieich

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Ergebnisse interreligiöser Begegnung:

Neue Ausstellung im Kreishaus zeigt Comics aus der Region über kulturelle Vielfalt

kfZusammen mit der Berliner Comic-Künstlerin Soufeina Hamed, alias Tuffix (Mitte li.), haben junge Leute aus dem Kreis Offenbach im Rahmen des Projekts "Glauben. Gemeinsam. Gestalten." Geschichten aus ihrem Alltag über das Zusammenleben von Religionen und Kulturen zusammengetragen und gezeichnet. Janusz Biene (Kreis Offenbach, 4. v. r. stehend) und Pfarrerin Sandra Scholz (Mitte re.) haben Projekt, Workshop und Ausstellung koordiniert. Zur Eröffnung sprachen die Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Offenbach, Claudia Jäger (li.) und der Dekan des Evangelischen Dekanats Rodgau (2. v. re.) Grußworte.Zusammen mit der Berliner Comic-Künstlerin Soufeina Hamed, alias Tuffix (Mitte li.), haben junge Leute aus dem Kreis Offenbach im Rahmen des Projekts "Glauben. Gemeinsam. Gestalten." Geschichten aus ihrem Alltag über das Zusammenleben von Religionen und Kulturen zusammengetragen und gezeichnet. Janusz Biene (Kreis Offenbach, 4. v. r. stehend) und Pfarrerin Sandra Scholz (Mitte re.) haben Projekt, Workshop und Ausstellung koordiniert. Zur Eröffnung sprachen die Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Offenbach, Claudia Jäger (li.) und der Dekan des Evangelischen Dekanats Rodgau (2. v. re.) Grußworte.

„Ich. Du. Wir.“ - so lautet der Titel einer Ausstellung mit Comics der Berliner Künstlerin Tuffix alias Soufeina Hamed, die noch bis 11. April im Foyer des Dietzenbacher Kreishauses zu sehen ist. Die Geschichten hinter der am vergangenen Donnerstag eröffneten Bilderschau stammen aus der Region und befassen sich mit kultureller und religiöser Vielfalt.

kfDie Zeichnungen von Tuffix regen zum Nachdenken an.Die Zeichnungen von Tuffix regen zum Nachdenken an.

Sie sind gleichermaßen inhaltlich wie emotional vielfältig, und sie erzählen Geschichten von jungen Menschen aus dem Kreis Offenbach, die Erfahrungen mit dem Anderssein in einer Mehrheitsgesellschaft machen: Geschichten, die mal ratlos zurücklassen, mal zum Schmunzeln einladen. Da ist der afrikanisch aussehende junge Mann, der misstrauische Blicke vom U-Bahn-Kontrolleur erntet, aber auch die junge Frau, die evangelische Pfarrerin werden will und in ihrem Bekanntenkreis auf Unverständnis und seltsame Fragen stößt.

Einsatz für weniger seltsame Blicke und Fragen

Sie und viele andere haben in ihrem Leben schon Erfahrungen mit kultureller und religiöser Vielfalt gemacht - und mit den Irritationen, für die sie manchmal sorgen. Damit es in Zukunft weniger seltsame Blicke und Fragen gibt, hatten Sandra Scholz, die Ökumene-Pfarrerin der Evangelischen Dekanate Rodgau und Dreieich, sowie Janusz Biene vom Projekt „Pro Prävention“ im Integrationsbüro des Kreises Offenbach die multireligiöse Jugendbegegnung „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ angestoßen. Seit fast zwei Jahren treffen sich junge Menschen aus Christen- und Judentum, Muslime und Bahai regelmäßig an unterschiedlichen Orten des Glaubens, um sich und andere Religionen kennen zu lernen und sich gegenseitig zu erzählen, was einem Gott und die Welt bedeuten.

Comic-Workshop war der bisherige Höhepunkt

„Bisheriger Höhepunkt dieses Projekts“ mit Besuchen in Kirchen, Synagogen, Moscheen und anderen religiösen Orten, in evangelischen, katholischen und jüdischen Jugendzentren „war der Comic-Workshop im September letzten Jahres“, aus dem nun die Storys stammen, die in der Ausstellung zu sehen sind, berichtet Projektkoordinator Janusz Biene. „26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten ihre eigenen Geschichten mitgebracht“, sieben davon wurden letztlich professionell von Soufeina Hamed umgesetzt und sind nun mit zwölf weiteren Comicstrips rund um die Themen Religion, Kultur und Toleranz im Foyer des Kreishauses in Dietzenbach zu sehen.

Für Pfarrerin Sandra Scholz ist das Besondere an den Treffen, dass „hier mal junge Menschen ins Gespräch kommen, die nichts anderes mitbringen als ihre Neugier und ganz persönliche Zugänge zu ihrem Glauben - über den man im täglichen Leben auch kaum so offen mit anderen sprechen würde“. Sie freute sich auch über die „sperrangelweit offenen Türen“, mit denen die interreligiöse Gruppe an verschiedenen Orten des Glaubens begrüßt wurde.

Eröffnung mit Reden, Musik und vielen jungen Leuten

Die Erste Beigeordnete des Kreises Offenbach, Claudia Jäger, und Pfarrer Carsten Tag, Dekan des Evangelischen Dekanats Rodgau, eröffneten die Ausstellung am vergangenen Donnerstagabend vor gut 50 Besucherinnen und Besuchern. Dabei lobte die Vertreterin des Kreisausschusses die „fruchtbare, gute und harmonische Zusammenarbeit“ zwischen evangelischer Kirche und Kreis Offenbach. Der Comic-Workshop sei ein „wahrer Glücksfall“, denn er biete Einblicke in den Alltag von Jugendlichen aus dem Kreis Offenbach und ihre Gefühlswelten. „Und Dialog ist ungemein wichtig in einem Kreis mit Einwohnern aus 160 Nationen.“

„Diese Zeichnungen berühren, sprechen an und rufen uns dazu auf, für unsere Werte einzustehen“, sagte Dekan Carsten Tag. „Gott sagt ‚Ja‘ zu jedem Menschen mit seinen individuellen Begabungen und seiner ihm eigenen Würde, deswegen sind  wir eingeladen und aufgerufen, uns für einen wert- und würdevollen Umgang miteinander immer wieder einzusetzen.“ Die Comicausstellung sei nach der erfolgreichen Broschüre „Orte des Glaubens“ ein weiterer Meilenstein in der Zusammenarbeit der Evangelischen Dekanate Rodgau und Dreieich mit dem Kreis Offenbach. Dekan Tag dankte auch Soufeina Hamed für ihr Engagement, mit dem sie ihre Kompetenzen und ihr Feingefühl in die interreligiöse Arbeit im Kreis Offenbach eingebracht habe.

Die Ausstellung „Ich. Du. Wir. Comics über erlebte Vielfalt“ ist noch bis Donnerstag, 11. April, wochentags von 7:30 bis 17 Uhr im Foyer des Kreishauses Dietzenbach, Werner-Hilpert-Straße 1, zu sehen. Anschließend kann sie von interessierten Schulen, Religionsgemeinden oder anderen Institutionen ausgeliehen werden. Weitere Informationen zur Ausstellung sowie zum Projekt „Glauben. Gemeinsam. Gestalten“ sind erhältlich bei Pfarrerin Sandra Scholz, Telefon (0175) 7644852, sandra.scholz@dekanat-rodgau.de, sowie bei Janusz Biene, Telefon (06074) 8180-4109, j.biene@kreis-offenbach.de. Informationen zum Projekt „ProPrävention“ sind im Internet unter www.kreis-offenbach.de/pro-prävention abzurufen.

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