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Drei Delegierte aus dem Kreis Offenbach

Erster Bundeskongress der Räte der Religionen

Haus der Religionen Hannover29 Städte aus ganz Deutschland entsandten Delegierte zum ersten Bundeskongress der Räte der Religionen. Zu ihnen gehörten auch Semra Kanisicak (Kreis Offenbach), Karin Scholl (Dreieich) und Pfarrerin Sandra Scholz (Evangelische Dekanate Dreieich und Rodgau).

Beim ersten Bundeskongress der Räte der Religionen trafen sich in Frankfurt Mitglieder interreligiöser Dialoginitiativen aus dem gesamten Bundesgebiet, unter ihnen auch vier Delegierte aus dem Kreis Offenbach. Eingeladen hatten die Räte der Religionen aus Hannover und Frankfurt am Main.

Bei dem zweitägigen Treffen im Dominikanerkloster waren 29 Städte aus ganz Deutschland präsent. Mit von der Partie war vom Integrationsbüro des Kreises Offenbach Semra Kanisicak, Geschäftsführerin des Kreisausländerbeirats, als Vertreterin der Initiative „Eine Stunde für den Frieden“. Das Integrationsbüro der Stadt Dreieich entsandte Karin Scholl, Geschäftsführerin des Dreieicher Forums der Religionsgemeinschaften. Als Delegierte für die Arbeitsgemeinschaft der Religionen Dietzenbach fungierten Renate Bottmann sowie Sandra Scholz, Pfarrerin für Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung in den Evangelischen Dekanaten Dreieich und Rodgau.

„Die Zeit war reif, die zahlreichen kommunal arbeitenden Dialoggremien, die in den letzten Jahren entstanden sind, überregional zu vernetzen“, erklärte der Vorsitzende des Frankfurter Rates der Religionen, Joachim Valentin. „Die Einwanderungsgesellschaft braucht starke interreligiöse Strukturen“, ergänzte Wolfgang Reinbold, Vorsitzender des Hauses der Religionen in Hannover. „Die große Nachfrage bestätigt uns in unserer Überzeugung, dass Räte der Religionen ein Zukunftsmodell sind.“

Der erste Bundeskongress diente in erster Linie dem gegenseitigen Kennenlernen. Beim Abendempfang trat der interreligiöse Chor Frankfurt auf. Bürgermeister Uwe Becker (CDU) hielt das Grußwort für die Stadt Frankfurt, deren Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) die Schirmherrschaft übernommen hatte. Hauptredner am zweiten Tag des Kongresses war der Paderborner Theologieprofessor Dr. Klaus von Stosch. Darüber hinaus widmeten sich Arbeitsgruppen aktuellen Themen des kommunalen und regionalen interreligiösen Dialogs.

Räte und Runde Tische der Religionen bemühen sich darum, möglichst viele religiöse und weltanschauliche Gemeinschaften dauerhaft ins Gespräch zu bringen. Zu Ihren Tätigkeitsschwerpunkten gehören die Organisation interreligiöser Veranstaltungen, die Bildungsarbeit, Stellungnahmen zu gesellschaftlichen und politischen Themen, die Organisation von Friedensgebeten und vieles andere mehr. Oft fungieren Räte der Religionen auch als Türöffner für kleine Gemeinschaften und vermitteln bei Konflikten.

Der Erste Bundeskongress der Räte der Religionen fand mit freundlicher Förderung der Evangelischen Kirche in Deutschland und des interreligiösen Projekts „Weißt Du wer ich bin“ statt. Der zweite Bundeskongress der Räte der Religionen ist für September 2019 in Hannover geplant.

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