Dekanat Dreieich

Angebote und Themen

Herzlich willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanates Dreieichzu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

AngeboteÜbersicht
Menümobile menu

Ein Leben Lang genug Reis

Evangelisches Dekanat Dreieich unterstützt Bangladesch

Die Selbsthilfe in Bangladesch wird in diesem Jahr im Evangelischen Dekanat Dreieich besonders gefördert. Auf der sechsten Tagung der XII. Synode wählten die Delegierten die Aktion „Ein Leben lang genug Reis“ als neues sozial-ökumenisches Projekt aus, das damit im Jahr 2018 mit Kollekten und Spenden der Kirchengemeinden unterstützt wird.

Im Sommer 2017 waren hunderte Dörfer im Norden von Bangladesch von Überflutung betroffen. Die Lebensgrundlage der Menschen, die entlang der Flüsse in der Ebene leben, wird immer brüchiger. Der Wetzlarer Verein NETZ ist seit 1989 auf Hilfsmaßnahmen in Bangladesch spezialisiert und startete zu Beginn des Jahres 2018 ein neues Projekt im Distrikt Kurigam. Diese Region im Überflutungsgebiet des Stromes Brahmaputra gilt als ärmste Region in Bangladesch.

„Das Projekt will die ökonomische und soziale Situation von mehr als 1.000 Familien unmittelbar verbessern, die mit einem täglichen pro-Kopf-Einkommen von weniger als 50 Eurocent bislang unterhalb der niedrigsten Armutsgrenze leben“ erläutert Christiane Musch. „Ihr Leben ist gekennzeichnet von Unterernährung, sie verfügen über keinerlei Landbesitz, Tiere, sonstiges Kapital und sind darauf angewiesen, sich als Tagelöhner in der Landwirtschaft zu verdingen“, fährt die Beauftragte für Mission und Ökumene im Evangelischen Dekanat Dreieich fort. Andere Erwerbsmöglichkeiten gebe es nicht, von staatlichen Entwicklungsmaßnahmen seien sie ausgeschlossen. Darüber hinaus seien Rechtsverletzungen wie Kinderehen oder häusliche Gewalt an der Tagesordnung. „Frauen sind in Bangladesch traditionell benachteiligt, daher stehen sie im Mittelpunkt des Projekts“, so die Langener Pfarrerin.

In den entlegenen Regionen des Landes müssen oft Mütter allein ums Überleben der Familie kämpfen, wenn der Mann verstorben oder wegen Krankheit nicht arbeitsfähig ist. Diesen Frauen bietet das Projekt „Ein Leben lang genug Reis“ die Chance auf eine dauerhafte Grundversorgung: Sie erhalten als Startkapital Saatgut und Pacht für ein Feld, eine Kuh oder Bambus zur Korbflechterei. Parallel dazu lernen sie Gemüseanbau, Tierhaltung und den Umgang mit Geld. Entwicklungsfachleute vor Ort beraten sie. In Dorfgruppen organisiert, helfen sich die Frauen gegenseitig und schützen ihre Rechte.

Familien und Gemeinden sind von Anfang an in die Planung und Umsetzung einbezogen: Die Frauen gründen Selbsthilfeorganisationen, die die Lebenssituation in den Dörfern mitgestalten. Jede Familie erstellt einen Entwicklungsplan. Ziel ist eine Verdreifachung des Einkommens der teilnehmenden Familien. Gleichzeitig erstellen die beteiligten Gemeinden einen Vorsorgeplan für künftige Flutkatastrophen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass es 85 Prozent der Familien schaffen, sich innerhalb von drei Jahren aus tiefster Not zu befreien. Sie können dann selbst für Nahrung, Kleidung, die Wahrung ihrer Rechte sowie die Schulbildung der Kinder sorgen.

Das deutsche Entwicklungshilfeministerium hat sich verpflichtet, in dem dreijährigen Projekt den Löwenanteil der Kosten zu finanzieren, sofern NETZ einen entsprechenden Eigenanteil durch Spenden aufbringt. Dieser beträgt pro Familie 85 Euro. Damit sind alle Ausgaben für Startkapital, Schulungen, Personal, Fahrtkosten, Ausstattung und Wirkungsmessung abgedeckt. Bereits 850 Euro ermöglichen einer ganzen Kleinsiedlung eine Zukunft ohne Hunger. Baumsetzlinge kosten 7,50 Euro. NETZ hat es sich zum Ziel gesetzt, jedes Jahr weitere 2.500 Frauen in das Programm „Ein Leben lang genug Reis“ aufzunehmen.

Der Wetzlarer Verein NETZ unterstützt seit mehr als 25 Jahren die Selbsthilfe der ärmsten Bevölkerung in Bangladesch und arbeitet ausschließlich mit lokalen Partnern. So erfolgt die Umsetzung vor Ort mit der in der Bevölkerung verwurzelten und vertrauenswürdigen gemeinnützigen Entwicklungsorganisation „Mahideb Jubo Somaj Kallayan Somity“ (MJSKS). Dies stärkt lokale Strukturen und gewährleistet die kompetente Implementierung von lokalem Wissen. Das NETZ-Team in Bangladesch mit seinen qualifizierten einheimischen Mitarbeitenden steht in täglichem Kontakt mit der Geschäftsstelle in Deutschland und sichert das Qualitätsmanagement, die Schulung der lokalen Kräfte und die Finanzkontrolle.

NETZ e. V. wurde vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen mit dem DZI-Spendensiegel für wahrhaftige, transparente Information, effiziente Mittelverwendung und korrekte Buchführung ausgezeichnet und ist der Initiative „Transparente Zivilgesellschaft“ verpflichtet.

Spendenkonto:
Evangelische Regionalverwaltung Starkenburg-Ost
Evangelische Bank
IBAN DE26 5206 0410 0004 1001 15
Verwendungszweck: 1389.3800.00.2100 Bangladesch

Weitere Informationen:
Pfarrerin Christiane Musch
Beauftragte für Mission und Ökumene
im Evangelischen Dekanat Dreieich
Telefon: 06103 / 23741
E-Mail: c.musch@langen-evangelisch.de

Diese Seite:Download PDFDrucken

Evangelisches Dekanat Dreieich

Präses Frauke Grundmann-Kleiner
Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstands
ev.dekanat.dreieich@ekhn-net.de
06103 - 30078-0 oder -14

Pfarrer Reinhard Zincke
Dekan
reinhard.zincke.dek.dreieich@ekhn-net.de
06103 - 30078-12

Monika Ewers
Dekanatsbüro
monika.ewers.dek.dreieich@ekhn-net.de
06103 - 30078-11

Christiane Westenberger-Grabold
Verwaltungsfachkraft des DSV
christiane.westenberger.dek.dreieich@ekhn-net.de
06103 - 30078-14

Stephanie Kunert
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
stephanie.kunert.dek.dreieich@ekhn-net.de
06103 - 30078-15

Carsten Preuß
Dekanatsjugendreferent
dreieich@ev-jugend.de
06103 - 30078-19

Geschäftsstelle Kindertagesstätten
im Evangelischen Dekanat Dreieich
Hegelstraße 91, 63303 Dreieich-Sprendlingen

Christine Großebörger, Geschäftsführerin
christine.grosseboerger.dek.dreieich@ekhn-net.de
06103 - 38670-37

Adina Böckmann, Verwaltungsmitarbeiterin
adina.boeckmann.dek.dreieich@ekhn-net.de
06103 - 38670-38

Evangelische Familienbildung im Kreis Offenbach

Angela Ruland, Leiterin
ruland@familienbildung-langen.de
06103 - 30078-26

Heidemarie Ernst, Bildungsreferentin
ernst@familienbildung-langen.de
06103 - 30078-28

Petra Graf, Verwaltungsmitarbeiterin
info@familienbildung-langen.de
06103 - 30078-25

Pfarrerin Sandra Scholz
Gesellschaftliche Verantwortung
Dekanate Dreieich und Rodgau
sandra.scholz @ dekanat-rodgau.de
06074 - 48461-22

Pfarrerin Sabine Beyer
Evangelische Notfallseelsorge 
Stadt und Kreis Offenbach
sabine.beyer @ notfallseelsorge-OF.de
Telefon: 06074 - 370 99 73
Mobil: 0157 - 89 70 08 15

 

to top